Nachdem du entrümpelt hast, kannst du damit anfangen, deine ausgewählte Gegenstände effizient aufzuräumen/ aufzubewahren.

In meinem Kurs und in meinem Coaching zeige ich dir, Schritt für Schritt, wie du einen festen Platz für jeden Gegenstand entscheidest, wie du das Aufbewahrungssystem mit den Bewegungslinien koordinieren kannst. Du lernst auch das Konzept wie  «Action Number»  «Golden Area» und «Golden Zone» für die effizientere Aufbewahrung kennen.

Hier möchte ich dir mit einem Beispiel zeigen, wie wichtig die Konzepte der „Bewegungslinien“ und „Action Number“ sind.

                                    

 

Optimierung der Bewegungslinien

Einen Lebensraum zu schaffen, um dein ideales Leben zu führen, ist eines der Mittel, die dich zum Glück führen werden. Dafür ist es notwendig, die Bewegungslinien zu optimieren, indem in jedem Raum nur die ausgewählten und wirklich nötigen Gegenstände aufbewahrt werden, und zwar so, dass sie leicht herauszuholen und wieder wegzuräumen sind.

Eine Familie lebt nicht nur an einer Stelle im Haus. Man nimmt ein Getränk aus dem Kühlschrank, um es im Wohnzimmer zu trinken. Man wandert im Haus umher oder schaut fern.  Daher ist es nicht sinnvoll, nur einen Ort oder eine Stelle zu optimieren, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, oder den Schreibtisch, der sich inzwischen in einen Sammelplatz für Bücher verwandelt hat.

Es ist notwendig, das ganze Haus aus der Vogelperspektiven zu betrachten, um die optimalsten Bewegungslinien und den besten Aufbewahrungsplatz für jedes einzelne Teil im Haus zu finden.

 

Bewegungslinien sollten kurz sein – eine Grundregel.

Daher sollten die Gegenstände dort aufbewahrt werden, wo sie verwendet werden. Die Funktion jedes einzelnen Zimmers muss definiert werden. Wenn du einige Gegenstände nicht dort aufbewahren kannst, wo du sie verwendest, dann such dir möglichst einen Platz in der Nähe. Je länger der Weg zwischen dem Aufbewahrungs- und dem Verwendungsort, desto mühsamer wird es, die Gegenstände nach dem Gebrauch wegzuräumen. Somit entsteht die Gefahr, dass die Gegenstände einfach liegen bleiben und schnell wieder Unordnung herrscht.

Ein Beispiel:  Dein Kind kommt nach Hause, geht in die Küche zum Kühlschrank. Es nimmt einen Orangensaft aus dem Kühlschrank, will ihn in ein Glas giessen, merkt aber, dass das gesamte Geschirr inklusiv Gläser sich im Schrank in der Nähe des Esstischs befindet. Das Kind schliesst die Kühlschranktür, geht mit der Flasche Orangensaft ins Esszimmer, nimmt sich dort ein Glas aus dem Schrank und schenkt sich am Esstisch Saft ein. Dann geht es zum Sofa, um sich auszuruhen…

Du kommst am Esstisch vorbei, und was sagst du zu ihm?

«Kannst du bitte den Orangensaft in den Kühlschrank zurückstellen??», nicht wahr? Das kann aber vermieden werden, wenn die Bewegungslinie optimiert wird.

Wenn nämlich das Geschirr, das täglich gebraucht wird,  in der Nähe des Kühlschranks und des Spülbeckens aufbewahrt wird, kann das Kind sich den Orangensaft dort ins Glas giessen. Es stellt den Orangensaft zurück in den Kühlschrank, schliesst die Tür, und geht zum Sofa,  um sich auszuruhen. Was wirst du nun sagen?

«Was für einen Spass hast du denn draussen gehabt, dass du so durstig bist? 🙂  >>

So fängt ein schönes Gespräch an. Es klingt nach einer so kleinen Sache, die aber einen großen Unterschied macht, nicht wahr?

 

 

Action Number

Ich verwende immer wieder Worte, wie «effizientes» Organisieren, oder «einfach» oder «schwierig» aufzuräumen. Aber diese Ausdrücke sind subjektiv. Kann man sie auch in objektiven Zahlenwerten ausdrücken?

Wenn du ein bestimmtes Ding brauchst, gehst du dorthin, wo du es aufbewahrst, um es zu holen. Das ist der numerische Wert von der «Anzahl der Schritte».

Wenn du dort angekommen bist, musst du vielleicht die Tür öffnen, oder die Schublade aufziehen. Diesen Aufwand nennen wir die „Anzahl der Handlungen“.

Wir erhalten einen numerischen Wert, indem wir die «Anzahl der Schritte» und die «Anzahl der Handlungen» addieren. Das ist ein objektiver Zahlenwert, und wir nennen ihn hier «die Anzahl der Aktionen» = «Action Number».

Ein Beispiel: Frau A hat ihr Aufbewahrungssystem optimiert, indem sie die «Action Number» reduziert hat. Was für ein Unterschied hat sich daraus ergeben? (-> siehe das Bild unten)

Frau A möchte ihrem Kind ein Medikament holen. Der Sanitätskasten, in dem das Medikament aufbewahrt wird, befindet sich im Schrank im Flur. Sie selber befindet sich im Wohnzimmer.

Sie 1) öffnet die Tür, geht 10 Schritten im Flur, 2) öffnet die Schranktür, 3) holt den Sanitätskasten heraus, 4) schliesst die Schranktür, 5) geht 10 Schritte zurück ins Wohnzimmer, 6) schliesst die Tür zwischen Wohnzimmer und Flur, 6) legt den Sanitätskasten auf den Esstisch, 7) öffnet das Kästchen, 8) und kann endlich das Medikament herausnehmen.

Die «Anzahl der Schritte» ist 20, plus die «Anzahl der Handlungen» 7, ergibt eine « Anzahl der Aktionen» = «Action number» von 27. Wenn sie es wieder zurückräumt, bedeutet das, die gesamte «Action number» ist 54.  Diese Nummer ist so hoch, dass manche Leute es mühsam finden, sofort wieder aufzuräumen.

Da ihre Kinder immer wieder Dinge aus dem Sanitätskasten brauchen, war es ihr mühsam, ihn immer wieder zurück in den Schrank im Flur zu stellen. So kam es, dass der Sanitätskasten immer wieder auf dem Esstisch lag, obwohl er einen festen Platz zur Aufbewahrung hat. Das hat sie und ihren Mann gestört. Nun wollte sie die Situation ändern.

Sie hat einen Platz im Wohnzimmerschrank geschaffen, und anstelle eines Kastens mit Deckel wählte sie nun eine Schublade, und legte alle Inhalt des Sanitätskastens da hinein. (=Sanitätsschublade, anstatt Sanitätskasten). Das Resultat ist; die « Anzahl der Schritte» ergibt hin und zurück zusammen 6.

Sie 1) öffnet die Tür des Wohnzimmerschranks, 2) zieht die Sanitätsschublade heraus, 3) nimmt das Medikament raus (nur das, welches sie gerade braucht), 4) schliesst die Schublade und 5) schliesst die Tür. Die «Anzahl der Schritte» ist 5, plus die «Anzahl der Handlungen» 5, ergibt eine «Anzahl der Aktionen» = «Action Number» von 10. Die Anzahl der gesamten Aktion wurde von 54 auf 10 reduziert!

 

 

 

 

Diese gesamte Aktion, die Dinge herauszunehmen und wieder wegzuräumen, wurde viel einfacher, und der Sanitätskasten liegt nicht mehr auf dem Esstisch.

Natürlich gibt es eine Grenze, auf die die «Anzahl der Aktion» zu reduzieren ist. Es ist daher wichtig zu beobachten, welche Dinge in deinem Haushalt häufig verwendet werden, und auch wo sie verwendet werden. Dann kannst du Prioritäten setzen. Dinge, die öfter verwendet werden, sollten eine geringere «Action Number» haben!

Dinge, die mehrmals am Tag verwendet werden, sollten 0 (null)  «Anzahl der Handlungen» haben. Das bedeutet, du kannst diese Dinge einfach holen oder wegräumen (ohne zuerst eine Tür öffnen oder Schublade aufziehen zu müssen).

Dinge, die einmal am Tag verwendet werden, sind gut mit 1-2 «Anzahl der Handlungen». Zum Beispiel legst du deinen Schmuck nach dem Gebrauch in ein Schmuckkästchen.

Wenn die «Action Number»  gemäss der Häufigkeit der Verwendung optimiert wird, bleibt dein Lebensraum sehr einfach ordentlich!

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