Gibt es eine Position, die uns „automatisch“ stärkt?

Wir Menschen haben viele so-genannte „Programme“, nach denen wir funktionieren. Zum Beispiel, wir Menschen haben einen Instinkt. Dieser Instinkt kann als Basisprogramm tief in unserem Inneren angesehen werden, denn, wir brauchen ihn zum Überleben.

Mit Instinkt meine ich: „ Wir Menschen suchen nach Schutz und Sicherheit

Wir Menschen suchen nach Schutz und Sicherheit (Überlebensdrang). Und dies geschieht auf der Ebene des Unterbewusstseins.  Unser Unterbewusstsein prüft ständig, ob wir in Sicherheit sind.  

Wenn das Bedürfnis nach Schutz erfüllt ist, dann können wir einerseits uns tief entspannen und regenerieren. Andererseits können wir unsere Fähigkeiten maximieren, da wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können auf unsere Arbeit.  

Feng Shui gibt uns ein praktisches Werkzeug, um dieses Bedürfnis zu erfüllen. Backing = Rückenschutz.

 

Erklärung des „Backings“

Gemeint ist damit die psychologische Komponente, dass ein „geschützter“ Rücken, dem keine Gefahr von hinten droht, eine gewisse Ruhe und Gelassenheit gibt und die eigene Position stärkt.

Ein „offener“ Rücken dagegen bewirkt Unruhe und Unsicherheit, da der Mensch das Geschehen nicht vor Augen hat, nicht weiss, was hinter seinem Rücken geschieht, und jederzeit in „Alarmbereitschaft“ bleibt, für den Fall, dass ihm jemand in den Rücken fällt. Die Aufmerksamkeit ist geteilt und die Position der Person wird geschwächt.

Natürlich wird im wirklichen Leben im Normalfall keiner von hinten über dich herfallen, wenn etwa dein Arbeitsplatz mit dem Rücken zum Geschehen orientiert ist. Aber unbewusst bist du in so einer Situation ständig angespannt, sozusagen allzeit bereit aufzuspringen. Das kostet dich jedoch viel Kraft und Konzentration, die du besser für deine Arbeit nutzen könntest.

Beispiel im Büro: Machen wir ein Gedankenspiel. Es ist dein erster Arbeitstag. Du darfst dir ein Einzelbüro auswählen. Welches Büro wählst du, A oder B? Und warum?

 

Ich empfehle, das Büro B zu nehmen.

Denn, in diesem Büro steht der Schreibtisch optimal, da du zum einen im Rücken eine Wand bzw. ein Backing hast und zum anderen immer ein freier Blick zur Tür gewährleistet ist, um mit einem kurzen Blick eintretende Personen wahrzunehmen. Das vermittelt ein Gefühl der Sicherheit, aus dem heraus du konzentrierter arbeiten kannst.

 

Beispiel im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer ist die Stellung des Bettes sehr bedeutend. Im Schlaf möchten wir uns geborgen fühlen. Dies kannst du erreichen, indem du dein Bett so platzierst, dass es mit dem Kopfende an einer Wand steht. Das vermittelt dieses Gefühl der Sicherheit. Dein Urinstinkt empfindet es so: „Ist der Kopf (bzw. der Rücken) geschützt, kann mir niemand in den Rücken fallen“.  Im ungünstigen Fall hält dich dein Alarmsystem ständig unbewusst in Bereitschaft, so dass der angestrebte Entspannungsfaktor gegen null geht…

Ist es dir aus räumlichen Gründen nicht möglich, mit dem Kopfende zur Wand zu schlafen, so solltest du das Bett wenigstens mit einer Seite an der Wand platzieren. Schutz für das Kopfende kann durch einen Paravent oder einen herabhängenden oder gespannten Stoff erreicht werden.

Wie du dein Schlafzimmer zu deiner Energieoase gestalten kannst, findest du in dem PDF „Mach dein Schlafzimmer zur Energieoase in 3 Schritten“, das du hier heruntergeladen kannst!

 

Probiere es aus!

Du kannst es selbst ausprobieren und wirst feststellen, dass eine Wand im Rücken sich tatsächlich behaglicher anfühlt als der offene Raum. Oft können wir den Unterschied nur dann fühlen, wenn wir beide Situationen erlebt haben.

Schaue dich mal um, wie sieht dein Arbeitsplatz im Büro aus?

Auch im Privaten – wie sitzt du zu Hause im Raum, hast du einen Rückenschutz? Hat dein Kind einen stärkenden Rückenschutz im Kinderzimmer beim Lernen und Schlafen? Mach dir deine eigenen Erfahrungen und überzeuge dich selbst!